Seit Februar gelten für neu installierte Photovoltaik-Dachanlagen erneut angepasste Vergütungssätze. Ursache ist der gesetzlich festgelegte Degressionsmechanismus im Erneuerbare-Energien-Gesetz, der eine regelmäßige Reduzierung der Einspeisevergütung vorsieht. Für neue Anlagen bis 100 kW bedeutet das leicht geringere Erlöse pro eingespeister Kilowattstunde.
Aktuelle Vergütungssätze im Überblick
Die Höhe der Vergütung richtet sich nach Anlagengröße und Einspeisemodell:
- Bis 10 kW
- Teileinspeisung: ca. 7,8 ct/kWh
- Volleinspeisung: ca. 12,3 ct/kWh
- Über 10 bis 40 kW
- Überschusseinspeisung: ca. 6,7 ct/kWh
- Volleinspeisung: ca. 10,3 ct/kWh
- Über 40 bis 100 kW
- Teileinspeisung: ca. 5,5 ct/kWh
- Volleinspeisung: ca. 10,3 ct/kWh
Die Anpassung erfolgt automatisch und betrifft ausschließlich neu in Betrieb genommene Anlagen.
Wirtschaftlichkeit verschiebt sich Richtung Eigenverbrauch
Mit sinkenden Einspeiseerlösen verändert sich die Bewertung von PV-Investitionen deutlich. Während früher die Netzeinspeisung ein zentraler Refinanzierungsfaktor war, gewinnt heute die direkte Nutzung des erzeugten Stroms im Gebäude stark an Bedeutung.
Für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Immobilienverwaltungen heißt das:
- Wirtschaftlichkeitsberechnungen regelmäßig aktualisieren
- Eigenverbrauchs- und Mieterstrommodelle stärker berücksichtigen
- Energiesysteme ganzheitlich denken – inklusive Speicher, Ladeinfrastruktur und Wärmeanwendungen
Im Mehrfamilienhaus entscheidet zunehmend das integrierte Energiekonzept über die Rentabilität.
Neue Chancen durch digitale Energie- und Mieterstromlösungen
Genau hier setzen moderne, digitale Versorgungskonzepte an – wie sie beispielsweise die greenovation GmbH, ein Unternehmen der Mess-Profis-Gruppe, entwickelt und umsetzt.
Im Fokus stehen wirtschaftlich effiziente und zugleich nachhaltige Lösungen rund um:
- Mieter- und Gebäudestrom, bei dem Solarstrom direkt im Gebäude verbraucht wird – ohne Umweg über das öffentliche Netz
- Digitale Heizungsoptimierung, die Verbrauch, Nutzung und äußere Einflussfaktoren intelligent auswertet und den Anlagenbetrieb automatisch anpasst
Solche Konzepte steigern den Eigenverbrauchsanteil, reduzieren Energiekosten und verbessern gleichzeitig die CO₂-Bilanz der Immobilie – unabhängig von weiter sinkenden Einspeisevergütungen.
Was Eigentümer jetzt konkret prüfen sollten
Eigentümer und Hausverwaltungen sollten bestehende Energiekonzepte regelmäßig überprüfen. Entscheidend ist nicht mehr allein die Einspeisevergütung, sondern die optimale Nutzung des erzeugten Stroms im Gebäude.
Wichtige Prüffragen sind:
- Wie hoch ist der Eigenverbrauchsanteil der Anlage?
- Ob ein Speicher wirtschaftlich sinnvoll integrierbar ist.
- Ob Mess- und Abrechnungssysteme für Mieterstrom geeignet sind.
- Welche Auswirkungen sich auf die Betriebskostenstruktur ergeben.
Eine fundierte Bewertung verbindet technische, wirtschaftliche und abrechnungsrelevante Aspekte. Unterstützung erhalten Sie bei den Mess-Profis in den Bereichen Messtechnik und Heizkostenabrechnung.
Wenn Sie prüfen möchten, wie sich Photovoltaik wirtschaftlich in Ihr Gebäude integrieren lässt, unterstützen wir Sie gerne. Wir analysieren Ihre Ausgangssituation, bewerten Einsparpotenziale und zeigen geeignete Umsetzungswege auf.
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