Ab 2026 treten neue gesetzliche Anforderungen für den Einbau von Heizungsanlagen in Kraft. Für Eigentümer von Immobilien und Hausverwaltungen ergeben sich daraus konkrete Pflichten und ein erhöhter Planungsbedarf. Ziel der Regelung ist es, den Anteil erneuerbarer Energien beim Heizen deutlich zu steigern.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick darüber, was künftig gilt und worauf sich Immobilienverantwortliche einstellen sollten.
Ab wann gelten die neuen Heizungsregeln?
Neue Vorgaben ab Juni 2026
Ab Juni 2026 dürfen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern neue Heizungen nur noch eingebaut werden, wenn sie zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Voraussetzung dafür ist eine kommunale Wärmeplanung, die bis zu diesem Zeitpunkt vorliegen muss.
Die Wärmeplanung legt fest, welche Heizlösungen in den jeweiligen Gebieten vorgesehen sind, beispielsweise Fernwärme, Wärmepumpen oder hybride Systeme.
Ausweitung auf kleinere Kommunen ab 2028
Ab 2028 soll diese Regelung auch für kleinere Städte und Gemeinden gelten. Damit betrifft die neue Vorgabe langfristig nahezu alle Immobilienstandorte in Deutschland.
Welche Auswirkungen haben die neuen Regeln auf bestehende Heizungen?
Austausch alter Öl- und Gasheizungen
Öl- und Gasheizungen erreichen in der Regel ein technisches Lebensalter von etwa 30 Jahren. Wird dieses Alter erreicht, ist ein Austausch erforderlich. Künftig ist es dann nicht mehr zulässig, eine reine fossile Heizung neu einzubauen.
Stattdessen muss eine Heizlösung gewählt werden, die den Anteil erneuerbarer Energien erfüllt oder entsprechend kombiniert ist.
Besonderheiten bei Mehrfamilienhäusern
Für Mehrfamilienhäuser und größere Liegenschaften ist die Umstellung häufig komplexer. Eigentümer und Hausverwalter müssen unter anderem klären:
- welche Heiztechnik für das Gebäude technisch geeignet ist
- welche Kosten langfristig entstehen
- wie sich neue Heizsysteme auf Betriebskosten und Abrechnungsprozesse auswirken
Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit diesen Fragen erleichtert spätere Entscheidungen erheblich.
Warum frühzeitige Planung für Eigentümer sinnvoll ist
Auch ohne unmittelbaren Handlungszwang lohnt es sich, bestehende Heizungsanlagen und deren Restlaufzeit im Blick zu behalten. Wer rechtzeitig plant, kann Investitionen besser steuern und unnötige Zeit- und Kostendrucksituationen vermeiden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die transparente Erfassung und Verteilung der Heizkosten. Neue Heizsysteme entfalten ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn Verbrauchsdaten korrekt erfasst und verständlich aufbereitet werden. Hier spielt die digitale Heizkostenabrechnung eine zentrale Rolle.
Bedeutung von Messtechnik und Verbrauchserfassung
Moderne Heizsysteme erfordern eine präzise und zuverlässige Erfassung der Verbrauchswerte. Nur so lassen sich Heizkosten korrekt verteilen und nachvollziehbar abrechnen.
Der Einsatz zeitgemäßer Messtechnik ermöglicht:
- automatisierte Verbrauchserfassung
- weniger Ablesetermine vor Ort
- höhere Datenqualität
Eine passende moderne Messtechnik für Heizkosten ist daher ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Immobilienbewirtschaftung.

Transparenz für Verwalter und Mieter
Digitale Lösungen bieten sowohl Eigentümern als auch Mietern einen klaren Mehrwert. Über ein Kundenportal für Hausverwalter lassen sich Abrechnungen, Verbrauchsdaten und Abrechnungsperioden zentral verwalten.
Ergänzend ermöglicht ein Mieterportal zur Verbrauchseinsicht mehr Transparenz und reduziert Rückfragen zur Heizkostenabrechnung.
Fazit: Heizungsregeln rechtzeitig einordnen und vorbereiten
Die neuen Heizungsregeln ab 2026 bringen klare Anforderungen für den Neubau und den Austausch bestehender Heizungsanlagen mit sich. Eigentümer und Hausverwalter sind gut beraten, sich frühzeitig mit den technischen und organisatorischen Auswirkungen auseinanderzusetzen.
Neben der Wahl des Heizsystems spielen auch Verbrauchserfassung und Abrechnung eine entscheidende Rolle. Eine professionelle Heizkostenabrechnung für Eigentümer und Hausverwalter sowie eine zuverlässige Messtechnik schaffen dabei die notwendige Grundlage für Transparenz und Planungssicherheit.


